Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler

Hoffnung zwischen den Gräbern

Bildrechte: Klaus Geck

Ökumenische Feier auf dem Friedhof in Ahrweiler
Bad Neuenahr-Ahrweiler: Hunderte Kerzen tauchten den Ahrtor-Friedhof
am Abend von Allerheiligen in ein besonderes Licht. Ringsum Dunkelheit,
dazwischen die vielen kleinen Flammen auf den Gräbern. Es war eine
stille, berührende und zugleich tröstliche Atmosphäre, in der sich
zahlreiche Menschen zur ökumenischen Feier „Allerheiligen anders“
versammelt hatten.
Eingeladen hatten Pfarrer Sung Kim und Pfarrer Jörg Meyrer. Gemeinsam
gestalteten sie einen Abend, der dazu einlud, einmal anders auf
Allerheiligen zu schauen: innezuhalten, an die Menschen zu denken, die
fehlen, der eigenen Endlichkeit nachzuspüren und sich von der Hoffnung
über den Tod hinaus berühren zu lassen.
Texte, Gebete und stimmungsvolle Musik gaben dem Abend seinen
besonderen Charakter. Der Gedanke, dass es manchmal wichtig ist, nicht
vor der Trauer und der Dunkelheit davonzulaufen, sondern sich ihnen zu
stellen, zog sich durch die Feier. Eine längere Zeit der Stille lud die
Besucherinnen und Besucher ein, über den Friedhof zu gehen, die Gräber
ihrer Angehörigen aufzusuchen, sich zu erinnern und innezuhalten. Mit
bereitgestellten Palmzweigen konnten die Gräber gesegnet werden.
So wurde die Botschaft des Abends ganz konkret erfahrbar: Das Leben ist
endlich. Menschen, die wir lieben, fehlen. Und doch bleibt die Hoffnung,
dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Diese Hoffnung wurde an diesem
Abend nicht nur ausgesprochen, sondern in der Gemeinschaft, im Licht
der vielen Kerzen, in der Musik und im gemeinsamen Gebet leibhaftig
erfahrbar.
Mit dem Vaterunser und dem österlichen Lied „Christ ist erstanden“ fand
die Feier ihren Abschluss. Ein Abend, der Menschen zusammenführte und
den Friedhof für eine Weile zu einem Ort machte, an dem neben Trauer
und Erinnerung auch Trost und Hoffnung ihren Platz hatten

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