Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler
Neuer Videokurs unterstützt Betroffene nach traumatischen Erfahrungen
Mit dem Videokurs „Zurück in deine Kraft“ geht ein außergewöhnliches Präventions- und Unterstützungsprojekt jetzt online. Entstanden ist der Kurs als Reaktion auf die traumatischen Erfahrungen der Flutnacht 2021 in Bad Neuenahr-Ahrweiler, deren Auswirkungen viele Menschen bis heute begleiten. „Wir haben nach der Flut erlebt, dass viele Menschen weit über das hinaus belastet waren, was wir seelsorglich auffangen konnten. Der Videokurs schließt diese fachliche Lücke und schafft Orientierung“, so Pfarrer Jörg Meyrer. Ziel des Angebots ist es, Betroffenen wie auch Interessierten fundiertes Wissen zum Themenfeld Trauma zugänglich zu machen und Wege zur eigenen Stabilisierung aufzuzeigen. Der Kurs ist angesiedelt im Vorfeld von Beratung und therapeutischer Begleitung.
Das Projekt ist eine Initiative der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Malteser. In intensiver interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Traumatherapeutinnen und -therapeuten der von Ehrenwall’schen Klinik, Traumapädagogen, Sozialpädagogen sowie Journalisten wurde ein Videokurs entwickelt, der fachlich fundiert und zugleich niedrigschwellig ist. Die kurzen Videoeinheiten vermitteln verständliche Informationen aus dem Themenfeld Trauma und Traumafolgen. Sie helfen dabei, eigene Erfahrungen besser einzuordnen und Reaktionen des Körpers und der Psyche nachvollziehbar zu verstehen.
Ergänzt werden die Impulse durch bewährte, alltagstaugliche Übungen aus der Traumabegleitung. Diese laden dazu ein, die eigene Selbstwahrnehmung zu stärken, innere Ressourcen zu aktivieren und schrittweise mehr Sicherheit und Handlungsfähigkeit zu erleben. Der Kurs richtet sich ausdrücklich an alle Menschen, die sich mit dem Thema Trauma auseinandersetzen oder präventiv stärken möchten.
Der Videokurs „Zurück in deine Kraft“ ist ab sofort verfügbar. Der Zugang zu den Videos erfolgt unkompliziert per E-Mail-Anfrage an: traumawissen.aw@malteser.org.
Gastlichkeit deutschlandweit vermittelt das Dekanat Ahr-Eifel. Auf www.verbundenanderahr.de finden sich unter dem Schlagwort Rauszeiten zahlreiche Ferienwohnungen, Pensionen, Quartiere, Hotels oder private Unterkünfte für alle, die mal über Ostern „raus wollen“!
Meer oder Berge? Private Betreuung mit Familienanschluss oder lieber Hotel? Kirchliches Haus oder weltliche Herberge? Als Familie oder lieber allein? In der Nähe oder weit weg? Für jede und jeden findet sich etwas auf der feinen bunten Übersicht des Dekanats Ahr-Eifel – was die Angebote jedoch eint: sie sind allen zugedacht, die von der Flut betroffen sind und sie sind (weitestgehend) kostenfrei.
„Und die Liste wächst und verändert sich immer weiter“, so Pastoralreferent Markus Hartmann, der sie zusammenstellt und die Kontakte herstellt. Dabei lege er den Anbietern, so Hartmann, ans Herz, dass idealerweise der Zeitraum, in dem Betroffene aus dem Tal ausbrechen wollen, individuell planbar sein solle, so dass die Auszeit mit Handwerkern, Wiederaufbau und eigenen Planungen gut zusammenpasse. Die allermeisten Angebote stehen daher bis zum Sommer dieses Jahres, so dass sich heute schon gut für die kommende Zeit planen lässt.
Die Angebotspalette stellt sich derzeit vielfältig und kunterbunt dar:
da gibt es ein tolles Angebot des Viersternehotels Ringberghaus in Suhl im schönen und kulturell interessanten Thüringer Wald oder das Sternstundenhaus in Tutzing, herzliche private Gastgeber in Rostock, Kiel oder in der Wetterau, Ferienwohnungen mit Meeresbrise in Büsum und Schillig, aber auch in Haßmersheim am Neckar, und in Bayern. Es bieten sich als Gastgeber natürlich auch die bistumseigenen Häuser an – mit wunderbarem Blick in die Stadt Trier oder auf die Moselschleife bei Bullay (Marienburg), sowie der Stiftsberg Kyllburg und das Haus der Familie in Vallendar. Und es bietet sich die Chance für einen Klosteraufenthalt auf Zeit im „Wellnesskloster“ Arenberg, oder bei den Herz-Jesu-Priestern in Neustadt a.d.W.
Ein Blick auf die Liste lohnt sich.